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Daskow

Ziegenkäse aus Daskow ist in der Region bekannt. 60 Milchziegen hat Jan Brauer durchschnittlich. Angefangen hat er mal mit zwei. Das war vor über 20 Jahren. „Dann wurden aus den zwei Ziegen zehn. Und es wurden immer mehr“, erzählt der gelernte Schäfer über die Anfänge in den 1990ern. Als selbstständiger Landwirt hat der 47-Jährige nun den Schwerpunkt Ziegenkäserei.

Wobei, Ziegen sind nicht die einzigen Tiere auf dem Hof. Dazu gehören auch zehn Milchschafe, Rinder, Hühner, Enten, Gänse, Hunde, Katzen, Esel, Schweine — und ein Alpaka. Frühmorgens beginnt der Alltag. „Um vier werden die Tiere gefüttert und versorgt, außerdem wird gemolken. Und die Milch für den Käse wird vorbereitet“, erzählt Jan Brauer über den Tagesablauf, der dann nach dem Frühstück im Stall weiter geht. Letztlich sei er etwa 21, 21.30 Uhr fertig. Ein langer Tag, der trotzdem kein Stress sei, betont der Landwirt. Wer sich mit dem 47-Jährigen unterhält, der merkt schnell, dass Jan Brauer einer mit vielen Ideen ist. Dem seine Arbeit Zufriedenheit gibt. Und der immer in Bewegung ist.

Wie ist der Daskower Ziegenkäse eigentlich mal erstvermarktet worden? Das hatte damals viel mit Empfehlungen zu tun, erinnert sich der Landwirt. Hotels in Born, Wieck, Prerow bestellten seinen Käse.

Immer mehr Hotels kamen dazu. Interessant sei, findet Jan Brauer, dass in den Hotels der Ziegenkäse dann in ganz unterschiedlichen Variationen angeboten werde. Über die Hotellerie hinaus gibt‘s den Ziegenkäse auf Märkten auch in verschiedenen Orten auf Fischland-Darß-Zingst, wo der Daskower regelmäßig steht. In Prerow zum Beispiel, in Zingst, in Wieck. Das Verkaufsgebiet reicht bis nach Groß

Kordshagen, Neukloster und Rostock.

Wer sorgt für den Käse? Es sind Walliser Schwarzhalsziegen, Toggenburger Ziegen, Bunte und Weiße Deutsche Edelziegen.

Den Frischkäse gibt‘s dann in ganz verschiedenen Sorten — ob Natur, Kräuter, Knoblauch oder Bockshornklee. Welche Lieblingssorte hat der Käser selbst? „Meine Lieblingssorte ist Pfeffer“, muss Jan Brauer nicht lange überlegen.

Auch wenn die Ziegenkäserei das Hauptgeschäft ist — es ist nicht das einzige. In der Winterzeit werden zum Beispiel auch Gänse und Enten verkauft.

Bekannt im Umland ist der Hof übrigens noch für eine Tradition. Bei Jan Brauer wird ab Herbst regelmäßig gesponnen. Ende 2014 mussten die Abende mal ausfallen. „Aber 2015 finden sie wieder statt“, betont der 47-Jährige. Die Abende an den Spinnrädern gibt‘s schon 15 Jahre, gemütliche Stunden in netter Runde verbinden sich mit der Pflege einer alten Fertigkeit. Gesponnen wird übrigens immer dienstags.

 

Peter Schlag

(Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ribnitz-Damgarten/Serien-Ribnitz-Damgarten/Dorfportrait-Ribnitz-Damgarten/Daskower-Kaese-kommt-bei-Hotels-gut-an)

Impressionen

in der Käserei